So bleibt deine Website sicher und aktuell
Eine regelmäßige WordPress Website Wartung schützt deine Website vor vermeidbaren Sicherheitsrisiken und sorgt dafür, dass sie technisch aktuell und zuverlässig bleibt. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Bereiche du regelmäßig überprüfen solltest und wie du mit Backups, Updates und wenigen festen Routinen deine Website sicher und aktuell hältst.
Deine neue Website ist fertig und live. Du bist unglaublich stolz und denkst: „Jetzt kann ich diesen Punkt auf meiner To Do Liste endlich abhaken und mich endlich wieder nur um mein Hauptbusiness kümmern?“
Da muss ich dich leider enttäuschen.
Eine WordPress Website ist kein Projekt, das du einmal erstellst und anschließend einfach sich selbst überlassen kannst. WordPress selbst, dein Design Theme und deine Plugins werden regelmäßig weiterentwickelt. Es gibt neue Funktionen, Fehler werden behoben und vor allem Sicherheitslücken geschlossen.
Das Thema der regelmäßigen Website Wartung wird aktuell immer wichtiger, weil auch Cyberkriminelle künstliche Intelligenz einsetzen, um Angriffe effizienter zu gestalten oder zu automatisieren. Darauf reagieren die Entwickler und es gibt gerade fast täglich neue Updates. Das bedeutet nicht, dass deine Website morgen automatisch gehackt wird. Aber es bedeutet: Eine schlecht gepflegte Website mit veralteter Software ist ein Risiko, das du ziemlich einfach vermeiden kannst. Und glaube nicht, dass deine Website zu klein ist, um gehackt zu werden.
Dafür musst du jetzt nicht täglich dein WordPress Backend kontrollieren. Entscheidend ist aber, dass du die Wartung regelmäßig und systematisch erledigst.
Bevor du WordPress, Plugins oder dein Theme aktualisierst, solltest du ein vollständiges Backup deiner Website erstellen.
Denn auch wenn Updates normalerweise problemlos funktionieren, können beispielsweise Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Plugins auftreten. Mit einem aktuellen Backup kannst du deine Website im Ernstfall wiederherstellen.
Noch besser: Richte automatische Backups ein (täglich, wöchentlich oder monatlich) und behalte die letzten 3-5 Versionen und speichere diese am besten an unterschiedlich Orten ab. Dies wird auch von WordPress selbst empfohlen.
Wie häufig deine Website gesichert werden sollte, hängt davon ab, wie oft sich ihre Inhalte verändern. Bei einer einfachen Unternehmenswebsite kann ein anderer Rhythmus sinnvoll sein als bei einem Onlineshop oder einer Website, auf der täglich neue Inhalte entstehen.
Updates sind keine lästige kleine Zahl in deinem WordPress Backend, die du wochenlang ignorieren solltest.
Updates enthalten nicht nur neue Funktionen und Fehlerbehebungen. Mit Updates werden häufig auch bekannte Sicherheitslücken geschlossen.
Deshalb solltest du regelmäßig prüfen, ob Aktualisierungen für
vorliegen. Bei aktuelleren WordPress Webseiten wird die WordPress-Version inzwischen automatisch aktualisiert.
Mein Tipp: Aktualisiere nicht einfach blind alles auf einmal.
Aktualisiere jedes Plugin möglichst einzeln. Kontrolliere anschließend deine Website in einem anderen Browser. Funktionieren Navigation, Formulare und wichtige Seiten noch? Wird alles richtig dargestellt? Falls nach einem Update ein Fehler auftreten sollte, kannst du so wesentlich leichter herausfinden, durch welches Plugin er verursacht wurde.
Mehr Plugins bedeuten nicht automatisch eine bessere Website. Im Gegenteil. Jedes zusätzliche Plugin ist eine weitere Softwarekomponente, die gepflegt und aktualisiert werden muss.
Schau deshalb regelmäßig unter Plugins nach:
Welche Plugins benötigst du wirklich noch?
Welche hast du irgendwann einmal ausprobiert und anschließend deaktiviert?
Welche erfüllen Funktionen, die du inzwischen anders gelöst hast?
Nicht mehr benötigte Plugins solltest du nicht einfach deaktiviert liegen lassen, sondern löschen.
Weniger Ballast macht deine WordPress Installation übersichtlicher und reduziert unnötige potenzielle Angriffsflächen.
Wann hast du zuletzt unter Benutzer nachgesehen, wer Zugriff auf deine WordPress Website hat?
Vielleicht hatte einmal eine Texterin, Fotografin, virtuelle Assistenz oder Agentur Zugriff. Wenn diese Personen heute nicht mehr an deiner Website arbeiten, brauchen sie auch keinen Zugang mehr.
Überprüfe deshalb regelmäßig:
Insbesondere Admin-Rechte solltest du nur vergeben, wenn sie auch tatsächlich benötigt werden. Dir unbekannte Benutzer solltest du umgehend löschen. Dies könnte ein Hinweis auf eine gehackte Website sein.
Kontrolliere bei dieser Gelegenheit auch deine Passwörter. Verwende für WordPress und deinen Hosting Account starke und vor allem unterschiedliche Passwörter. Wenn du dir dein Passwort gut merken kannst, ist es ungeeignet. Wo möglich, solltest du zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden. Und diese Passwörter solltest du auch regelmäßig ändern. Am besten speicherst du diese Passwörter in einem sicheren Passwortmanager.
Eine technisch gepflegte Website mit völlig veralteten Inhalten ist auch keine gute Lösung.
Dein Business entwickelt sich weiter. Deine Website sollte das ebenfalls tun.
Überprüfe deshalb regelmäßig auch die Inhalte deiner wichtigsten Seiten.
Sind deine Angebote noch aktuell?
Wie alt ist das Foto auf deiner Über mich-Seite?
Fehlen aktuelle Projekte in deinem Portolio?
Kannst du weitere Kundenstimmen integrieren?
Sind die Information und Empfehlungen in deinen Blogartikeln noch aktuell?
Kontrolliere außerdem interne und externe Links. Verlinkungen können mit der Zeit ins Leere führen, weil Seiten gelöscht oder URLs verändert wurden. Sollten URLs geändert wurde, richte unbedingt eine Umleitung ein.
Auch Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie Banner gehören regelmäßig auf den Prüfstand.
Besonders wichtig wird das, wenn du neue Tools oder Funktionen in deine Website integrierst. Vielleicht hast du inzwischen einen Newsletter eingebunden, ein neues Terminbuchungstool ergänzt, Tracking eingerichtet oder einen externen Dienst integriert.
Dann kann sich auch etwas an den Daten ändern, die über deine Website verarbeitet werden.
Prüfe deshalb, ob deine Rechtstexte und die Einstellungen deines Cookie Banners noch zu deiner tatsächlich eingesetzten Technik passen.
Bei rechtlichen Fragen solltest du dich im Zweifel von einer darauf spezialisierten Rechtsanwältin oder einem entsprechenden Rechtstexte Anbieter beraten lassen.
Einmal im Jahr reicht nicht.
Wie häufig einzelne Aufgaben notwendig sind, hängt stark von deiner Website ab. Updates und Sicherheitsmeldungen solltest du beispielsweise deutlich häufiger kontrollieren als deine Über mich Seite.
Für eine typische Business Website ist deshalb ein fester Wartungsrhythmus sinnvoll. Statt darauf zu warten, bis etwas nicht mehr funktioniert, planst du die Wartung als wiederkehrende Aufgabe ein. So wird aus „Das müsste ich irgendwann mal machen“ eine feste Routine. Trage dir z.B. jeden Montag die Website-Wartung direkt in deinen Kalender ein. Meist dauert diese Aufgabe nur ein paar Minuten. Und damit bist du auf der sicheren Seite!
Eine Website ist ein wichtiger Bestandteil deines Business. Entsprechend solltest du sie auch behandeln.
Regelmäßige Backups, aktuelle Software, sichere Zugänge und eine Kontrolle der wichtigsten Funktionen reduzieren vermeidbare Risiken und sorgen dafür, dass deine Website zuverlässig funktioniert.
Und auch deine Inhalte verdienen regelmäßig einen kritischen Blick.
Denn eine professionelle Website sollte nicht nur schön aussehen. Sie sollte sicher, aktuell und zuverlässig für dein Business arbeiten.
Wenn das für dich alles zu aufwändig oder kompliziert erscheint, gib die technische Pflege deiner Website in professionelle Hände. So kannst du dich auf dein Business konzentrieren und weißt trotzdem, dass Updates, Backups und wichtige Kontrollen nicht einfach liegen bleiben.
Das kommt darauf an. Das hängt davon ab, wie umfangreich deine Website ist und wie häufig sich Inhalte ändern. Nach verfügbaren Updates für WordPress, Plugins und Theme solltest du regelmäßig schauen und insbesondere Sicherheitsupdates zeitnah installieren. Im empfehle hier aktuell tatsächlich eine wöchentliche Wartung. Inhalte, Benutzerzugänge, Links und rechtliche Angaben kannst du in größeren Abständen kontrollieren. Am einfachsten ist es, wenn du dir dafür feste Termine in deinem Kalender einplanst.
Grundsätzlich ja. Wenn du dich mit WordPress auskennst, kannst du Backups, Updates und viele Kontrollen selbst durchführen. Wichtig ist allerdings, dass du weißt, was du im Fall eines Fehlers tun musst. Wenn du dich mit technischen Problemen nicht beschäftigen möchtest oder schlicht keine Zeit dafür hast, kannst du die regelmäßige Wartung deiner Website auch abgeben.
Veraltete Software kann bekannte Sicherheitslücken enthalten. Außerdem können mit der Zeit technische Probleme entstehen, Formulare oder Links nicht mehr funktionieren und Inhalte veralten. Im schlimmsten Fall bemerkst du solche Probleme erst, wenn Besucherinnen oder Kundinnen dich darauf aufmerksam machen.
Regelmäßige Website Wartung hilft dir dabei, solche vermeidbaren Probleme frühzeitig zu erkennen. Ich hatte tatsächlich schon den Fall bei einer Kundin, dass ich mich nicht mal mehr in das Backend einloggen konnte.
Automatische Updates können bei kleineren und sicherheitsrelevanten Aktualisierungen sinnvoll sein. Ich würde mich darauf aber nicht komplett verlassen. Gerade bei umfangreicheren Plugin Updates können Inkompatibilitäten oder Darstellungsfehler auftreten.
Bei WordPress werden zwischenzeitlich die Aktualisierungen automatisch eingespielt. Bei den einzelnen Plugins empfehle ich die manuelle Wartung. Du kannst die Plugins einzeln aktualisieren und ggf. dadurch feststellen, durch welches konkrete Plugin ein Fehler verursacht wurde. Diese Chance entgeht dir bei der automatischen Aktualisierung der Plugins. Die Fehlersuche wird dadurch erheblich erschwert.
Wer schreibt hier eigentlich?
Britta Höhfeld ist Webdesignerin und erstellt professionelle Business Websites für selbstständige Frauen.
Strategisch. Klar. Wirksam.